Projekt Lamborghini Gallardo

Gewagtes Projekt !?!

Vorweg, alles in diesem Bericht ist nur aus meiner Sicht beschrieben, Herrn Windschiegl kenne ich nicht persönlich, also nicht das Jemand meint… Werbung für dieses Projekt würde hier betrieben.
Stefan Windschiegl startete zusammen mit seinem Team ein gewagtes Unterfangen. Er wollte einen Lamborghini Gallardo zu einem Spezialtourenwagen für die Deutsche Autocross Meisterschaft umbauen bzw. herrichten. Für so ein Fahrzeug kann man natürlich keine Zubehörteile von der Stange kaufen. Wie man hört, soll das ganze Projekt über 1 Jahr in Anspruch genommen haben. Stefan Windschiegl musste sich wohl vieles selber ausdenken, austüfteln und in eigener Regie herstellen. Angefangen bei der Lenkung, Differenzial etc. – er und sein Team mussten halt vieles selber fräsen usw. – das Unternehmen Autocross Lambo wurde aber durchgezogen – Aufgeben war keine Option!

Geplant war sicherlich mit diesem Fahrzeug an der Autocross DM teilzunehmen, da diese aber komplett abgesagt wurde, bestand nur die Möglichkeit an den 2 Autocross Veranstaltungen in Ortrand und Dauban teilzunehmen. Diese galten aber für das Team eher als Funktionstest, man wollte sehen wo man steht – was das Auto kann und wo noch Schwachstellen sind. Im Großen und Ganzen kann man sagen, das Fahrzeug hat seine Feuertaufe erfolgreich bestanden. Was man aber auch hört, dass viele Windschiegl wohl dieses nicht so gönnen, da muss ich sagen – eigentlich kann Windschiegl nur verlieren. Wenn er gewinnt, dann wird es heißen, ja keine Kunst mit einem Lamborghini – wenn er nicht gewinnt liegt es am Fahrer und wenn er ausfällt – dann hat er alles falsch gebaut. Aber es ist ja jetzt nicht so, dass in der Klasse 3b nur Nasenbohrer herum fahren. Da ist ein Baltzer mit einem richtig gut gehenden Skoda – oder ein Schulze – ein Hossmann – ein Busche evtl. noch ein Fürst usw.; die Liste ist lang und diese Leute muss man erst einmal schlagen.

Dazu kommt, so einen Lambo muss man auch bewegen können, die PS auf den Boden bringen, das wahrscheinlich höhere Gewicht gegenüber der Konkurrenz wird ihn sicherlich zwingen vor Kurven früher in den Anker gehen zu müssen. Beim Herausbeschleunigen wird er auf Grund der Motorleistung das Gewicht gut beschleunigen können, doch wie eben beschrieben – die nächste Kurve wartet schon und die Gegner werden lauern – wo können wir ihn packen und „Luftpumpen“ bewegt die Konkurrenz auch nicht. Windschiegl ist der Gejagte – jeder wird versuchen es ihm und seinen Lamborghini zu zeigen. Aber aus meiner Sicht ist es für den Sport eine gute Sache, denn solche Exoten locken auch Fans an die Strecke, was wieder gut für die Veranstalter ist und das ist doch das Schöne am Autocross Sport – jeder kann seine Ideen verwirklichen.

Seit Mitte der 70iger Jahre besuchen wir jetzt Autocross Veranstaltungen und wenn man so zurück denkt, früher kamen erst die Porsche 911, Sauger – Turbo egal, für uns Fans ein Highlight. Danach kamen die Audi Quattros, z.b. Bernhard Schönacher mit seinem Überauto in die DM – will sagen, diese Fahrzeuge gab es schon immer und waren eine Bereicherung für den Sport. Die Klasse 3b wird dadurch noch spannender wie sie eh schon ist – mehr Markenvielfalt – Turbos gegen Sauger usw. Windschiegl hat dieses Projekt jetzt gewagt, ob er den Lamborghini zum Siegerauto entwickeln kann, das steht noch in den Sternen – aber Anerkennung hat dieses gewagte Projekt auf jeden Fall verdient.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Th.
www.Buchse.de – die Seite für den Autocross Sport