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Schlammschlacht

Die Veranstaltung des MSC Höchstädt stand unter keinem guten Stern – Regen ohne Ende und eine dadurch total aufgeweichte Bahn. Erst am Sonntagnachmittag besserte sich das Wetter etwas. Die Vereinsmitglieder gaben alles, damit der 1. Wertungslauf zur Deutschen Autocross Meisterschaft und zum Deutschen Autocross Cup des DAV am Sonntag gefahren werden konnte. Bereits am Samstag, bei den Läufen zum MSC Höchstädt Pokal, deutete sich das schlechte Wetter  an. Doch aufgeben gab es nicht,  weder für den Verein, noch für die  Fahrer und ihre Teams, es wurde gefahren.

Zum Thema aufgeben, eine kleine Geschichte am Rande. Auf der Anreise zum Rennen blieb am Freitag das Team Krängel Motorsport mit defektem Zugfahrzeug auf der Autobahn liegen. Nachdem das Team dann wieder zu Hause war, überlegte man kurz was man machen sollte, Abmelden oder alles versuchen, um am Rennen in Höchstädt teilnehmen zu können. Noch am späten Freitagabend wurde alles vom Zugfahrzeug in ein anderes Fahrzeug verladen und dann machte sich das Team mitten in der Nacht wieder auf den Weg nach Höchstädt, um den 1. Lauf zur Deutschen Meisterschaft 2019 bestreiten zu können – da kann man nur den Hut ziehen.
Am Renntag war unter diesen Wetter- und Streckenbedingungen vor allem eines gefragt, Fingerspitzengefühl und ein sensibler Gasfuß.

Nun ein Blick ins Renngeschehen bzw. in den einzelnen Klassen:

Klasse 1a – Junior – Buggy (gedrosselt)

Das Zeittraining konnte Jonas Müller für sich entscheiden, vor Max Petschel und Samuel Drews. Am Ende der drei Vorläufe hatte sich Samuel Drews mit 2 Laufsiegen die Pole Position für den Finallauf erkämpft. Drews also nach den drei Vorläufen auf Platz 1 in der Qualifikationswertung zum Finale, vor Yasmin Richert und Jonas Müller. Auf den weiteren Plätzen folgten Max Petschel, Finn-Lukas Kaiser und Lilli Heinrich. Im Finale legte dann Jonas Müller nach und erkämpfte sich den Sieg. Samuel Drews kam knapp dahinter als Zweiter über die Ziellinie vor Max Petschel. Die weitere Reihenfolge lautete Finn-Lukas Kaiser, Yasmin Richert und Lilli Heinrich.

 

 


Klasse 1b – Junior Buggy

Hannah Gumm holte sich die Bestzeit im Pflichttraining vor Liam Müller und Ben Heinrich. In den Vorläufen konnte dann Liam Müller den Spieß umdrehen und alle drei Läufe für sich entscheiden. Platz zwei belegte Hannah Gumm vor Ben Heinrich,  Eric Grosse, Xenia Richter und Lukas Weikl. Liam Müller sicherte sich anschließend souverän den Klassensieg im Finale vor Hannah Gumm und Eric Grosse.  Ben Heinrich, Xenia Richter und Lukas Weikl folgten auf den weiteren Plätzen.

 

 


Klasse 2a – Junioren Tourenwagen

Jan Baltzer sicherte sich beim ersten Start in dieser Klasse sofort die Trainingsbestzeit vor Philipp Zolda und Tim Kulikowski. Es ging in die Vorläufe und hier ließ dann Dominic Sachse nichts anbrennen, 2 Laufsiege und damit Startplatz 1 für das folgende Klassenfinale. Jan Baltzer sicherte sich den 2. Platz, es folgten Tim Kulikowski, Tamara Futterknecht, Timon Dohnke, Lea Nattermann, Joey Hatton, Timo Pittroff und Sebastian Detzer. Im Finale hieß der Einlauf Dominic Sachse vor Tim Kulikowski und Jan Baltzer. Auf den Plätzen  vier bis neun kamen Timon Dohnke, Lea Nattermann, Joey Hatton, Tamara Futterknecht, Timo Pittroff und Sebastian Detzer in die Wertung.

 


Klasse 2b – Serientourenwagen

In dieser gut besetzten Klasse verwies Stefan Schneider im Zeittraining Maik Schramm und Andre Fölz auf die Plätze zwei und drei. Andre Fölz stellte in den 3 Wertungsläufen allerdings  die Hackordnung sofort wieder her und fuhr dreimal als Sieger über die Ziellinie. Platz 2 und 3 erkämpften sich Thomas Lutz und Maik Schramm. Die Plätze 4 – 7  gingen an Tim Müller, Andreas Gebhardt, Stefanie Geiger und Dirk Frankenberger. Stefanie Geiger ging in Höchstädt  zum ersten Mal in dieser Klasse an den Start, unter diesen Bedingungen kann  sie mit Platz 6 mehr als zufrieden sein. Andre Fölz ließ im Finale nichts mehr anbrennen und holte die ersten 20 wichtigen Meisterschaftspunkte ab – Sieg. Thomas Lutz und Maik Schramm schafften ebenfalls den Sprung auf das Podium vor Tim Müller, Andreas Gebhardt und Stefanie Geiger. Dirk Frankenberger wurde auf Platz sieben gewertet.


Klasse 3a – Spezialtourenwagen 2WD

16 Fahrer wollten hier die ersten Meisterschaftspunkte 2019 einfahren, damit war für reichlich Spannung gesorgt. Aufgrund der hohen Starterzahl musste die Klasse in 2 Gruppen in die Vorläufe gehen. Zuvor sicherte sich Michael Jenning die Trainingsbestzeit vor Marek Goldbohm und Georg Hoffmann. Nach den zu absolvierenden Vorläufen hatte man am Ende folgendes Bild: Georg Hoffmann sicherte sich den ersten Startplatz für das Klassenfinale vor Jürgen Fick, Philipp Raiser, Frank Heinrich und Marco Paulowitsch. Die Startplätze sechs, sieben und acht holten sich Franz Beck, John-Mark Hatton und Michael Jenning. Die Plätze 9 und 10 wurden über das B – Finale ermittelt, man durfte gespannt sein, wer sich hier am Ende den Klassensieg holen wird. Im Finale war Philipp Raiser mit seinem neu aufgebauten VW Polo Evo1.9 nicht mehr zu bremsen – Klassensieg eingefahren – super Start für ihn in die Saison 2019. Die weiteren Platzierungen erkämpften sich Frank Heinrich, Michael Jenning, Uwe Göbel und John-Mark Hatton.


Klasse 3b – Spezialtourenwagen 4WD

Gespannt waren die Fans hier auf das Aufeinandertreffen von Christian Tauber, den amtierenden Deutschen Meister bei den Tourenwagen, Andreas Fürst, Carsten Pietsch und Jens Baltzer. Unter den vorherrschenden Witterungsbedingungen und den damit verbundenen Streckenverhältnissen, konnte man eigentlich keinen Favoriten mehr nennen. Das Training wurde eine Beute von Jens Baltzer vor Carsten Pietsch und Oliver Günthner. In den Vorläufen ging es heiß her. Mit zwei Laufsiegen sicherte sich überraschend Oliver Günthner die Pole Position für das entscheidende  Klassenfinale. Auf Platz zwei kam Carsten Pietsch in die Qualifikationswertung für das Finale und Platz drei sicherte sich Christian Tauber – damit war für ordentlich Spannung vorgesorgt. Das Finale ist schnell erzählt - Carsten Pietsch setzte sich schnell in Führung und gab diese auch bis ins Ziel nicht mehr ab. Einen guten zweiten Platz erkämpfte sich Oliver Günthner vor Christian Tauber und Andreas Fürst. Leider konnten nicht mehr alle Teilnehmer im Finale starten.


Klasse 4a – Crossbuggy 2 WD bis 650ccm

Volle Hütte in der Crossbuggy Klasse 4a. Im Zeittraining fuhr Marcel Schmidt knapp vor  Marco Fürst und Sebastian Witt die Bestzeit ein. Besonders von  Marco Fürst, der seinen ersten Start in dieser Klasse absolvierte, eine Top - Leistung. Die Klasse 4a ist so eng beieinander, da muss man in jedem Vorlauf alles geben um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Nach den zu absolvierenden Vorläufen sicherte sich Sven Klingelhöfer den ersten Startplatz im Finale. Platz zwei bis fünf gingen an Marcel Schmidt, Sebastian Witt vor Marco Fürst und Natalie Straub, die in Höchstädt eine ganz starke Leistung bot.
Dahinter lauerten Nils Müller, Marius Madesta (NL)  und Toni Hoyer. Die Startplätze 9 und 10 mustsen erst noch über das B – Finale ausgefahren werden – mehr Spannung für das abschließende Finale geht schon fast nicht mehr. Nach dem Start des Finals kann Marcel Schmidt sich sofort in Führung setzen. Doch Sven Klingelhöfer setzt sofort nach und hetzt den Führenden Schmidt um den Kurs. Klingelhöfer ist in jeder Runde schneller unterwegs wie der in Führung liegende Schmidt und macht Druck. Schmidt behält die Nerven und holt sich verdient den Sieg vor Klingelhöfer und einem ebenfalls stark fahrenden Marco Fürst. Sehr gut am ganzen Wochenende dabei war Natalie Straub, die auf Platz 4 über die Linie fährt. Platz 5 bis 10 belegten Sebastian Witt – Toni Hoyer – Nils Müller – Michel Müller – Maik Eckard und Marius Madesta aus den Niederlanden. Platz 11 bis 16 gingen an Jörg Conrad, Manja Klopp, Julia Baltzer, Sven Richter, Claus Altendorf und Vanessa Mandel.


Klasse 4b – Crossbuggy  2WD über 650ccm

Florian Eitner sicherte sich die Bestzeit im Zeittraining vor Florian Grote und Florian Schäfer.
Nach den Vorläufen folgendes Bild - Florian Grote konnte alle 3 Läufe gewinnen und sicherte sich damit den ersten Startplatz für das anstehende Finale. Die Startplätze zwei bis fünf belegen Florian Schäfer, Florian Eitner, Samira Stieghan, die im letzten Vorlauf mit einem dritten Platz noch einmal aufhorchen ließ und Gerd Lüchau. Den ersten Finalsieg in der Klasse 4b in der Saison 2019 sichert sich Florian Grote vor Florian Schäfer und Florian Eitner. Platz vier geht an Samira Stieghan, die das Feld bis kurz vor Schluss angeführt hatte. Gerd Lüchau wird als Fünfter gewertet, kann aber leider am Finale mit seinem Buggy nicht mehr teilnehmen. Es wäre schön, wenn wir diese Klasse dieses Jahr öfter alleine fahren sehen können.


Klasse 5a – Spezialcrossbuggy bis 1600ccm

Volle Hütte in dieser Klasse und es lag im Vorfeld schon Spannung in der Luft. Mit Timo Pähler (NL) und Folker- Andre Lange waren zwei Fahrer angereist, die ihre Fahrzeuge noch einmal vor dem Start der Europameisterschaft unter Wettbewerbsbedingungen testen wollten. Im Zeittraining legte Folker-Andre Lange die Messlatte schon sehr hoch für seine Konkurrenten. Er sicherte sich die Trainingsbestzeit vor Timo Pähler und Henrik Bundesmann. Auf den weiteren Plätzen folgten Gerhard Münchemeier, Martin Haselhorst, Carsten Schlöffel, Ingo Wiggering, Daniel Richter, Nico Spindeldreher und Micha Dollinger – sie bildeten die Top Ten. Insgesamt gingen hier 15 Fahrer an den Start, das bedeutete zwei Vorlaufgruppen und am Ende des Tages treffen die besten Fahrer dann im Finale aufeinander. Dann folgte ein offener Schlagabtausch zwischen Pähler und Lange. Beide konnten ihre Vorlaufgruppen je zweimal gewinnen und wurden einmal Zweiter. Das heißt, im Finale wird Timo Pähler von Startlatz eins ins Rennen gehen und Folker-Andre Lange von der Position zwei. Für die weiteren Startplätze  qualifizierten  sich Carsten Schlöffel, der die erste Startreihe komplettierte und in der zweiten Startreihe lauerten Patrick Krüger und Gerhard Münchmeier. Die dritte Startreihe bildeten Henrik Bundesmann, Martin Haselhorst und Rene Freisberg. Aus der letzten Startreihe wurden Daniel Richter und Micha Dollinger ins Rennen geschickt. Das abschließende Finale stand unter der Frage – Pähler oder Lange – wer holt den Sieg?  Timo Pähler aus den Niederlanden setzt sich sofort an die Spitze des Feldes und versucht seinen Verfolgern zu enteilen. Dieses gelingt ihm auch, Stück für Stück kann er sich absetzen. Folker-Andre Lange hat am Start etwas Pech und muss sich nun auf die Jagd machen. Lange kann sich bis zum Ziel noch auf den dritten Platz nach vorne kämpfen. Carsten Schlöffel fährt auf Platz 2 liegend ins Ziel und muss sich noch in den letzten Runden gegen die Angriffe von Lange wehren. Die Plätze 4 bis 8 belegen Patrick Krüger, Gerhard Münchmeier, Rene Freisberg, Daniel Richter und Micha Dollinger. Henrik Bundesmann und Martin Haselhorst  können das Finale leider nicht beenden, werden damit auf Platz 9 und 10 gewertet.


Klasse 5b –Spezialcrossbuggy über 1600ccm

Die große Klasse bei den Buggy Fahrzeugen war in Höchstädt gut besetzt und es kamen gleich mehrere Fahrer für den Klassensieg in die engere Wahl. Im Zeittraining hatte Andre Kunkel bei seinem DM Einstand in der großen Klasse die Nase vorne. Platz zwei und drei belegten Michael Straub und Klaus Gräfen. Doch nach den drei zu fahrenden Vorläufen hieß der Mann auf der Pole Position Michael Straub. Platz zwei und drei sicherten sich Klaus Gräfen und Karsten Krängel. Krängel musste den ersten Vorlauf noch ausfallen lassen, schoss dann aber im zweiten Wertungslauf bis auf Rang drei nach vorne – super Leistung bei den Bahnverhältnissen. Auch im dritten Lauf belohnte er sich mit Rang drei. Matthias Kehn sicherte sich Startplatz vier vor Andre Kunkel –  Holger Gocht – Meena Pietsch und Armin Pfalz. Michael Straub lies an diesem Wochenende nichts anbrennen und sicherte sich den Klassensieg im Finale vor Klaus Gräfen und Holger Gocht. Karsten Krängel auf Platz 4 und Andre Kunkel auf Platz 5, mussten nach einer Kollision aufgeben  Meena Pietsch auf Rang 6 und Matthias Kehn auf Rang 7 konnten ebenfalls das Finale nicht zu Ende fahren. Armin Pfalz wird noch als Achter gewertet.

Damit geht ein harter Renntag für den MSC Höchstädt und seinen Helfern zu Ende. Die Fahrer mit ihren Teams müssen jetzt wieder ihre Fahrzeuge für den nächsten Lauf zur Deutschen Meisterschaft am kommenden Wochenende in Ortrand vorbereiten.

Erwähnen möchten wir noch kurz die Sieger des MSC Höchstädt Pokal:

Klasse 1 – Hannah Gumm;  Klasse 2 – Timo Pittroff;  Klasse 3 u.4 – Joachim Friedel;
Klasse 5 – Frank Heinrich;  Klasse 6 – Rashid Alketbi und Klasse 7 – Timo Pähler.

Vielen Dank an die Zeitnahme bzw. Marcel Lambrechts, er hat mir den einen oder anderen Wunsch erfüllt, um den Bericht so schreiben zu können!

Ein  Dankeschön geht an Karlheinz Geiger und an das Team Grote/Wegner, die auf Anfrage sofort Bilder für den Bericht bereit stellten – Danke!!

Alle Angaben ohne Gewähr!!

Th.
www.buchse.de die Seite für den Autocross Sport

 

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